Niederösterreichische
Landesaustellung 2019
Thermenradweg, © Raimo Rumpler

Kultur und Genuss im Fluss

Zur Niederösterreichischen Landesaustellung 2019: Unterwegs am Wiener Neustädter Kanal in der Thermenregion Wienerwald.

Munter am Wasser entlang, der weite Blick auf die sonnenverwöhnten Weinberge und Felder der Thermenregion im Wienerwald. Immer wieder zeigen sich historische Bauwerke wie Schleusen, Brücken und Aquädukte: Wo einst Kohle, Ziegel und Holz auf Schiffen von Wiener Neustadt nach Wien transportiert wurden, erfreuen sich heute Radfahrer und Wanderer an der anmutigen Landschaft. Der Wiener Neustädter Kanal und die Orte an seinen Ufern erzählen ein interessantes Stück Industriegeschichte und sind ein vielseitiger Entdeckungsraum. Zu genussvollen Stopps laden Heurigen, Wirtshäuser, Museen, Ausflugsziele und besondere Bäder.

Zum Wein und am Wasser

Damals wie heute verbindet der Wiener Neustädter Kanal Städte und Orte mit unterschiedlichem Charakter. Sie erzählen vom Wein, Thermalquellen und von der Industrie, die die Region einst prägte.

Wer sich mit dem Rad auf den Weg macht, gelangt von Wien kommend nach Vösendorf, vorbei an Biedermannsdorf, Laxenburg, Guntramsdorf, Gumpoldskirchen, Traiskirchen, Pfaffstätten, Tribuswinkel, Baden, Bad Vöslau, Kottingbrunn, Leobersdorf, Schönau an der Triesting, Sollenau, Ebenfurth und schließlich nach Wiener Neustadt, dem Schauplatz der Niederösterreichischen Landesausstellung 2019.

Praktisch: Alle Orte sind mit Bahn oder Bus erreichbar. So kann man den Einstieg und das Ziel seiner Reise ganz nach Belieben wählen.

Von Wien bis an die Adria

Einen Kanal von Wien bis an die Adria zu bauen, war der Plan im 18. Jahrhundert. Realisiert und 1803 eröffnet wurde davon schließlich das erste Teilstück des Wiener Neustädter Kanals. Auf dem 63 Kilometer langen Wasserweg transportierten Schiffe vor allem Ziegel, Kohle und Holz von Wiener Neustadt in die Hauptstadt der Monarchie. Ende des 19. Jahrhunderts verlegte sich der Transport zunehmend auf die Bahn. Im frühen 20. Jahrhundert kam der Schiffsverkehr auf dem Kanal zum Erliegen, Teile des Wasserweges wurden trocken gelegt. 1956 erwarb das Land Niederösterreich den südlichen Abschnitt des Kanals und sorgt bis in die Gegenwart für dessen Sanierung und Erhaltung. Zahlreiche Museen und Ausflugsziele in dieser Region erzählen von der spannenden Kulturgeschichte.

Am Wasser. Im Fluss.

Mit dem Rad lässt sich der Wiener Neustädter Kanal am besten erkunden. Wer eine längere Radreise unternimmt, schließt vom Donauradweg (Euro Velo 6) oder direkt vom Euro Velo 9 aus dem Weinviertel kommend, an den neu beschilderten Abschnitt, den Thermenradweg an. Rund 60 genussvolle Kilometer lang ist die Fahrt von Wien durch die Wein- und Thermenregion nach Wiener Neustadt. Die Strecke verläuft nahezu eben und großteils am Wasser. Neu gestaltete Rastplätze laden zum Verweilen ein, neue Schilder weisen den Weg in die Orte entlang der Strecke.

Vom Thermenradweg zweigen weitere Wasser- und Erlebnis-Radwege ab:

Erfrischende Entdeckungen

Abkühlung verheißen unterwegs außergewöhnliche Bäder: die Römertherme und das Thermalstrandbad in der eleganten Kurstadt Baden bei Wien oder das historische Thermalbad in Bad Vöslau. Wasser plätschert und fließt auch im Schlosspark Laxenburg, in Teichen, Bächen, über Wasserfälle.

Köstlich verwöhnt. Gut gebettet.

Wer sich kulinarisch verwöhnen will, kehrt bei einem TOP Heurigen der Thermenregion Wienerwald ein, wählt einen der radfreundlichen Gastronomiebetriebe oder ein Wirtshaus mit dem „Wirtshauskultur Niederösterreich“-Zeichen. Mit dem „Radlmeister“, einem reinen Traubensaft, hat beispielsweise Familie Kernbichler vom Radlheurigen das passende Getränk kreiert. Der Heurige liegt in Pfaffstätten direkt am Wiener Neustädter Kanal. Zum Übernachten bieten sich spezialisierte „bett+bike“-Hotels an.

Was gibt es außerdem alles zu entdecken? Noch mehr besuchenswerte Ausflugsziele finden Sie hier.