Neue Tourismusoffensiven im Wienerwald

Radsport und Landesausstellung 2019 im Fokus

Erfreuliche Bilanz für Niederösterreichs zweitstärkste Tourismusdestination. Mit einem deutlichen Übernachtungsplus von über 4 Prozent gegenüber 2016 ist der Wienerwald auf Erfolgskurs. Um diesen weiterhin verstärken zu können, setzen die Verantwortlichen auf den Ausbau des Radwegenetzes. Auch neue Kooperationen mit dem Weinforum Thermenregion sind im Gespräch.

Sehr zufrieden präsentierte Wienerwald Tourismus Geschäftsführer Mag. Mario Gruber die aktuellen und steigenden Übernachtungszahlen. Wurden 2016 insgesamt 1.505.655 Nächtigungen registriert, kamen 2017 zusätzliche 62.495 Übernachtungen hinzu. Der Bezirk Baden verzeichnet mit 737.488 Nächtigungen im Jahr 2017 ein Plus von 2,7 Prozent, der Bezirk Mödling, mit 521.320 Nächtigungen, darf sich über einen Zuwachs von 2,8 Prozent freuen. Der Löwenanteil für das große Plus geht auf Vösendorf zurück. Wirtschafts- und Freizeittourismus boomen. Deutliche Zuwächse verzeichnet vor allem die gewerbliche Hotellerie, in der Vier- bis Fünf-Sterne-Kategorie.

„Besonders freut es mich, dass es im Freizeittourismus internationale Zuwächse gibt, die durch Großveranstaltungen, wie die Genussmeile gefördert werden“, bestätigt Wienerwald Tourismus Geschäftsführer Mag. Mario Gruber, der mit Wehmut auf seine sechsjährige Tätigkeit in der Region zurückblickt. Ab März wird er für die Geschicke des Thermen- und Vulkanlandes in der Steiermark verantwortlich sein.

2018 steht daher ganz im Zeichen des Freizeittourismus. Im Ausbau ist eine für Niederösterreich einheitliche Radwegeinitiative, bei der nicht nur die Freude an der Bewegung, sondern auch an regionalen Schmankerln vermittelt werden soll. „Es handelt sich dabei um ein ganzjähriges Produkt, das für Genussradler, Mountainbiker und Radrennfahrer entwickelt wurde. Ob Fahrradverleih, Gasthof oder Übernachtungsbetrieb, alle sind eingeladen, mitzumachen“, erklärt der Geschäftsführer. Das Projekt wird voraussichtlich bis im Sommer umgesetzt werden.

Auf eine positive Zukunft im Bereich des Wirtschaftstourismus blickt die Vorsitzende der Wienerwald Tourismus GmbH, Mag. Irene Moser, die vor allem die gute Konjunktur und den attraktiven Standort als treibende Faktoren für den permanent wachsenden Wirtschaftstourismus sieht. „Wichtig ist vor allem ein vernetztes Arbeiten, Berührungspunkte mit den Gemeinden und ein kompaktes Management“, bestätigt Irene Moser. Nur wenn diese Kette funktioniert sei der Erfolg garantiert. Die Herausforderung des modernen Tourismus ist vor allem die Digitalisierung, die bereits bei der Buchung beginnt und auch bei der Rezeption eingesetzt soll. Trotzdem sei menschliche Begegnung wichtig, um Erinnerungswerte zu schaffen. Nur so könnte es gelingen, den Geschäftsreisenden auch als Tourist zu gewinnen.

Ein besonders großes Augenmerk gilt auch der für 2019 geplanten Landesausstellung in Wiener Neustadt und der im Zuge dessen vorgesehenen Revitalisierung des 36 Kilometer langen Wiener Neustädter Kanals als Achse in die Themrenregion Wienerwald „Die Begleitwege sollen zum Radfahren, Flanieren und Genießen in Lokalen entlang der Strecke einladen“, erklärt Ideenfinder Landtagsabgeordneter Christoph Kainz. Dafür benötige man, ein entsprechendes Angebot an Bett & Bike Betrieben. Alle angrenzenden Gemeinden sind dazu aufgerufen, Ideen zu entwickeln, um die nördliche Kultur- und Freizeitachse des Wiener Neustädter Kanals in Schwung zu bringen.

Im Zuge dessen wird auch im Laufe des Jahres ein neuer Mitarbeiter eingestellt, der sich mit den Faktoren Rad, Wein und Kulinarik näher auseinander setzt.

Auch der Genussfaktor Wein soll dieses Jahr im Fokus stehen. Hier gilt es aus bestehenden Strukturen neue Synergien zu schöpfen. Derzeit seien intensive Gespräche mit dem Weinforum Thermenregion im Gange.

„Das Miteinander in der Region bedeutet viel mehr als Fakten, wie beispielsweise Nächtigungszahlen. Mit Mario Gruber ist uns eine neue Ausrichtung in der Destination Wienerwald gelungen“, bekräftigt Landtagsabgeordneter Christoph Kainz, der dem scheidenden Geschäftsführer Mario Gruber großen Dank aussprach. Spätestens Ende März soll aus der Fülle an Bewerbungen ein geeigneter Nachfolger gefunden werden. „Wir werden die Erfolgsgeschichte der Thermenregion Wienerwald nahtlos weiterführen“, betont das Aufsichtsratsmitglied.

Bild: Die Erfolgsgeschichte der Destination Wienerwald soll laut scheidenden Geschäftsführer Mag. Mario Gruber, Aufsichtsratsvorsitzenden Mag. Irene Moser und Aufsichtsratsmitglied LAbg. Christoph Kainz nahtlos weitergehen.