Tag der offenen Hiatahütten

17. September 2017, Perchtoldsdorf

Die „Huatzeit“ ist die mit Abstand schönste und intensivste Jahreszeit in Perchtoldsdorf. Denn in keinem anderen Abschnitt, werden alte Traditionen und Brauchtumspflege von den örtlichen Weinhauern so hochgehalten, wie im September bis November.

Gilt es doch, die eigenen Hauerkollegen, die Perchtoldsdorfer, aber auch Weinfreunde aus der Umgebung, mit einer Reihe traditioneller Veranstaltungen auf das größte Erntedankfest Österreichs am 12. November festlich einzustimmen.

Einer der ersten Höhepunkte dieses Veranstaltungsreigens ist der Tag der offenen Hiatahütten. Am 17. September, haben Interessierte die Möglichkeit in den Rieden Goldbiegel (verlängerte Hagenauerstraße), Haspel (verlängerte Elisabethstraße) und Sossen (Leopold-Figl-Promenade), Weinkultur pur zu erleben.

Bei frischem Sturm und Most, ortstypischen Schmankerln und flotter Blasmusik, erzählen die Weinhauer aus ihrem Haueralltag oder laden einfach zum Verweilen ein. Für musikalische Unterstützung sorgen die Perchtoldsdorfer Blasmusik, und die Hauerkapelle Perchtoldsdorf.

Mit dem Ausdruck „Hiatahütten“ sind die Häuschen der sogenannten Weinhüter, auch Hiatabuam, gemeint, die während der Reifezeit von dort aus die Trauben Tag und Nacht bewachten. „Die Tradition der Perchtoldsdorfer Hiatabuam reicht bis ins 16. Jahrhundert. Auch wenn diese Maßnahme heute nicht mehr nötig ist, wollen wir diese Traditionen als unser eigenes Kulturgut beibehalten“, erklärt Weinbauvereinsobmann Toni Nigl. Das Perchtoldsdorfer Erntedankfest, der sogenannte Hiataeinzug, wurde vor einigen Jahren von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe ernannt.

Wer den ersten Höhepunkt der „Huatzeit“ mitfeiern möchte, hat am 17. September, am Tag der offenen Hiatahütten, in den Rieden Goldbiegel, Haspel und Sossen, von 12 bis 17 Uhr die Gelegenheit dazu.

Infos: www.perchtoldsdorf.com