Geschichte der Araburg zum Angreifen und Begreifen
Geschichte begreifen statt Schilder lesen
Wie macht man historische Gebäude lebendig, ohne Besucher mit Infotafeln zu überladen? Christine Dworschak hat auf der Araburg am Rande des Triestingtals – der südlichsten Region des Wienerwaldes - eine Antwort gefunden: ein Museum zum Angreifen, ein Szenarium, das einlädt, sich in das Leben auf einer Burg einzufühlen.
Im Szenarium Araburg streiten sich die ehemaligen Burgherren „live“, in der guten Stube können Besucher wie einst am Tisch sitzen und im Zuge einer Führung kann man versuchen ein Schwert aus einem Stein zu ziehen. Ausstellungsstücke und Kleidung dürfen und sollen – anders als in vielen Museen – und auch ohne Führung berührt werden.
„Um Geschichte zu begreifen, muss man die Ausstellungsstücke auch angreifen dürfen,“
erklärt Christine Dworschak, die Obfrau des Kulturverin Kaumberg. Neben historischen Objekten ergänzen moderne Technologien das Erlebnis und machen die Araburg zu einem Ort, an dem Geschichte interaktiv erfahrbar wird.
„Vom Wohnzimmer aus sehe ich die Burg.“
Die engagierte Gemeinderätin Christine Dworschak und ihr Team erweitern das Szenarium laufend um neue Elemente. Sie denkt über den Speiseplan der damaligen Zeit nach, töpfert Geschirr oder sogar eine Burgkarte. Zweimal im Monat wird die Ruine vom Verein „Die Arberger“ belebt: Dann wird geschmiedet, gekocht und der Alltag vergangener Jahrhunderte greifbar.
Das Szenarium Araburg in Kaumberg ist ein historisches Erlebnis
Pilger und Besucher, die den Burgflair besonders intensiv erleben möchten, können von April bis Oktober in den Zimmern der Araburg nächtigen und die Burg bei Nacht – auch im Rahmen einer Führung – erkunden.
Von Mittwoch bis Sonntag verwöhnt das Araburgstüberl seine Gäste mit viel Herzblut im urig-gemütlichen Stüberl mit Holzofen. Im angrenzenden neuen Veranstaltungssaal lassen sich Feste aller Art feiern. Die Krönung ist die Panoramaterrasse, die an klaren Tagen einen großartigen Blick über die Umgebung eröffnet.