Neuhaus - wo die Sommerfrische zuhause war
Kennen Sie Neuhaus im Triestingtal? Ende des 19. Jahrhunderts traf sich dort die High Society. Simon Graf Wimpffen machte Neuhaus ab 1890 zu einem mondänen Kurort mit vier Hotels und 37 Villen samt elektrischem Licht. Die Nahversorgung war durch Friseur, Schneiderei, Fleischerei und Gasthäusern gegeben. Zur Blütezeit gab es sogar eine direkte Busverbindung vom Wiener Heldenplatz, sowie einen eigenen Reiseführer. Auch Thomas Bernhard erwähnt den Ort im Theaterstück „Heldenplatz“.
Einige Villen, 2 Hotels und der Glassalon sind heute noch bei den Ortsführungen mit Wolfgang Kober zu sehen. Die Tour beginnt im Atelier Bajadere und führt bis zur Burg Neuhaus.
„Wolfgang Kober war Neuhaus aus seiner Kindheit durch Wanderungen auf den Peilstein oder Lindkogel bekannt.“
Als die Kobers das Haus übernahmen, fanden sie Dokumente über die Geschichte der Villa Bajadere, ihre Besitzer, Bewohner und Zimmervermietung an Sommerfrischler. Das motivierte sie, sich auch in die Geschichte des Ortes zu vertiefen und nun Ortsführungen für Interessierte anzubieten. Anmeldung unter office@atelierbajadere, oder 0664/481 28 49.
Die Villa beherbergt auch eine Galerie (www.atelierbajadere.at) in der zeitgenössischen Malerei (am Foto ein Bild von Karl Körner aus Hernstein) gezeigt wird. Die Ausstellung „Malerischer Wienerwald“ ab Mitte Juli zeigt, dass das Thema auch heute noch aktuell ist. Geöffnet ist samstags, von Ende März bis Mitte November.