Schwammerl und Kräuter

Im magischen Wienerwald versteckt sich so manche Köstlichkeit, die nicht nur mythische Gestalten zu nutzen wissen.

Senkt man im Wienerwald den aufmerksamen Blick von den mächtigen Baumkronen hinab zum Boden des Waldes, so entdeckt man zahlreiche wohlschmeckende Kräuter und Kräutlein, die von den ausgezeichneten Köchen der Region und darüber hinaus kreativ und liebevoll genutzt werden können.

Schwammerl

Im Spätsommer, wenn die ersten Schwammerln und Pilze aus dem Waldboden sprießen, erwacht bei vielen Wanderern im Wienerwald die Sammelleidenschaft. Steinpilze, Parasole, Wiesenchampignons und Eierschwammerl – ja sogar Trüffel bringt der Wienerwald hervor. Kundige Schwammerlsucher und Pilzsammler finden im Wienerwald auch Exotisches, wie Rotkappen, Tintlinge und Safranschirmlinge.

Die begehrten Köstlichkeiten lassen sich frisch gesammelt backen, braten, grillen, dünsten oder getrocknet in den Winter retten. Als Suppen, Soßen oder Sülzchen feiern die Schwammerln im Herbst auf den regionalen Speisekarten ihre Hochsaison.

Kräuter

Bärlauch

Kaum streckt der wilde Knoblauch sein erstes Grün aus dem Waldboden, beginnt im Wienerwald die blühende Bärlauchsaison. Die würzig duftenden Bärlauchteppiche inspirieren zu allerlei grünen Experimenten in den Küchen der Region. Erntefrisch finden die zarten Blätter ihre Bestimmung in Suppen, Salaten, Nudelgerichten oder Knödeln.

Aber Vorsicht – beim Pflücken vertraut man am besten stets auf seine Nase: Bärlauch duftet nach Knoblauch, ein Kennzeichen, das ihn verlässlich von den hochgiftigen Herbstzeitlosen und Maiglöckchen unterscheidet.

Waldmeister

Waldmeister ist eine Würzpflanze, deren Kraut gerne als schmackhafte Zutat zu süßen Getränken und Speisen verwendet wird. Das kleine Kraut gedeiht vor allem in den Edellaubwäldern Mitteleuropas und ist daher auch im Wienerwald heimisch. Waldmeistersirup ist in der Küche vielseitig einsetzbar: Verdünnt mit Wasser als Erfrischungsgetränk, zur Aromatisierung von Süßspeisen, wie Kaiserschmarren oder Eis, zum Marinieren von Beeren und Früchten oder mit Sekt und Wein als Waldmeisterbowle.

Gut zu wissen: Das Kraut soll noch vor der Blüte geerntet werden, also im Mai oder Juni.

Heil-, Würz- und Wildkräuter

Im Wienerwald ist für alles und gegen alles ein Kraut gewachsen. Aufmerksame Kräutersammler werden hier fast das ganze Jahr über fündig. Die Kräuter sind geeignet für wohltuende Arzneien und Tees, wohlschmeckende Suppen, Aufstriche und oder als würzige Begleiter in erlesenen Speisen einsetzbar.

Halten Sie beim nächsten Waldspaziergang doch einfach mal Ausschau nach Beifuß, Brunnenkresse, Dost, Gundelrebe, Pimpinelle, Spitzwegerich, Brenn- und Taubnessel, Sauerampfer oder etwa Schafgarbe!

Pilzberatung Niederösterreich