Der alte Hohlweg

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Aus dem Nebel der Vergangenheit – auf den Spuren von Miraculix

Geht man den Hinterbrühler Kröpfelsteig bergauf Richtung Weißenbach, steht plötzlich die Zeit still.

Aus dem Nebel der Vergangenheit taucht eines der ganz seltenen am Ort selbst erhaltenen Zeugnisse jahrtausendealter Menschheitsgeschichte auf. Ein schmaler Streifen in der Mitte des Weges, mit runden Steinen gepflastert.

Die Kelten sind in dieser Gegend um das Jahr null von den Römern unterworfen worden. Alle Kelten? Als comic-geschichtlich Gebildete wissen wir: Es gibt Ausnahmen! Im fernen Gallien hat bekanntlich ein unbeugsames Dorf erbittert Widerstand geleistet, angeführt von Asterix und Obelix. Vielleicht gab es auch im Wienerwald tapfere Kelten alias Gallier, die ihr Dorf auf dem Schwarzkogel ebenso hartnäckig verteidigten? Und womöglich trug ein niederösterreichischer Miraculix seinen Zaubertrank auf dem Hohlweg von einer Kultstätte zur nächsten.

Einem neuzeitlichen Priester verdanken wir, dass das magische Wegstück erhalten geblieben ist. Pfarrer und Kultplatz-Forscher Franz Jantsch überzeugte die Lokalpolitiker, den kultischen Keltenweg behutsam freizulegen und zum Naturdenkmal zu erklären. Beinahe ein Mirakel.

Hinweise
  • Adresse: Kröpfelsteigstraße/Franz-Schubert-Straße, 2371 Hinterbrühl
  • Anfahrt: A 21 Ausfahrt Gießhübl, Hauptstraße bis Kröpfelsteigstraße / Franz-Schubert-Straße folgen
  • Tipp: Wenn man Richtung Weißenbach weiterwandert und dort nach rechts abbiegt, kommt man über Eichberg und Schumachergasse zum Ausgangspunkt zurück. Von hier ist es nicht weit zur „Höldrichsmühle“, wo einst Franz Schubert und Ferdinand Waldmüller zu Gast waren. Auf ihren Spuren kann man weiter zum Husarentempel hinaufsteigen.

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