Die Allander Türkenhasel

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Was die Türken vor 450 Jahren beim Jausnen zurück ließen

Sie ist gar nicht so schwer zu finden. Man geht den Weissenweg hinauf, folgt dem Rauschen der Autobahn und hält Ausschau nach einer Art von Baum, die man noch nie gesehen hat.

Am höchsten Punkt ragt sie kerzengerade auf: die Allander Türkenhasel. Nur wenige Meter trennen sie von der Schallschutzwand der A21. Angeblich hat man ihretwegen sogar die Trasse verlegt. Kein Wunder! Immerhin steht das Naturdenkmal womöglich seit 450 Jahren hier.

Wie sie hierher gekommen ist? Ein Rätsel! Die Allander haben eine sagenhafte Erklärung.

Türkische Reiterhorden waren im Jahre 1529 unterwegs, um Dörfer in Schutt und Asche zu legen, die Bewohner niederzumetzeln und schließlich Wien zu überfallen. Ausgerechnet neben der künftigen A21 stärkten sie sich mit Haselnüssen aus ihrer fernen Heimat – ein potentes Mittel zur Steigerung ihrer Manneskraft. Die AllanderInnen, in die Wälder geflüchtet, sahen ihre Häuser brennen und kamen angerannt. Wutentbrannt. Mit Sensen, Heugabeln und Dreschflegeln besiegten sie die durch Haselnussgenuss abgelenkten Türken. Dabei wurden wohl einige Haselnüsse in den Boden getrampelt. Aus einer wuchs – die Hasel.

Hinweise
  • Adresse: Am Weissenweg 76, 2534 Alland
  • Anfahrt: A 21 Ausfahrt Mayerling, B 11 bis Alland nehmen, auf dem Hauptplatz parken, Kirchengasse und Weissenweg folgen.
  • Tipp: Eine weitere Attraktion ist die Tropfsteinhöhle im Buchberg. Man klettert durch 12 Meter hohe Gänge und entdeckt faszinierendes unterirdisches Leben (April– Okt. Sa, So, Feiertage 10–17 Uhr, Juli–Aug. auch Mo–Fr 13–17 Uhr, Tel. 0660/6735108)

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