Maler

Berühmte Maler der Gegenwart und Vergangenheit, wie etwa Egon Schiele oder Arnulf Rainer, weilten im Wienerwald.

Egon Schiele (1890-1918)

Egon Schiele kam vor 100 Jahren nach Neulengbach um "für immer hier zu bleiben". 

In seiner Neulengbacher Zeit schuf der Künstler einige seiner bedeutendsten Werke. In den Monaten von Spätsommer 1911 bis April 1912, die Egon Schiele in Neulengbach lebte, war er trotz schwieriger finanzieller Gegebenheiten höchst aktiv. Rund vierzig Bildwerke schuf Schiele in dieser Zeit, darunter Meisterwerke wie die "Eremiten" oder "Herbstbaum in bewegter Luft" und "Meine Schlafkammer in Neulengbach". 

Die Ausstellung "Egon Schiele - eine Affäre?" zeigt Werke aus seiner Neulengbacher Zeit und skizziert sein Leben in Neulengbach. Weitere Ausstellungen die sich mit Egon Schiele, seiner Kunst oder seiner Zeit auseinander setzen.

Vom Rummel in Wien übersättigt, zog Schiele 1910 aus Wien weg. Es folgten kurze Aufenthalte im Geburtsort seiner Mutter Krumau (heute Ceský Krumlov) und in Neulengbach... >>>wo er wegen angeblichen sexuellen Übergriffs gegen Minderjährige einige Zeit in Untersuchungshaft im Gefängnis verbrachte (der Hauptvorwurf des Missbrauchs von Minderjährigen erwies sich als haltlos, dennoch verurteilte ihn das Gericht wegen des Tatbestands der "Verbreitung unsittlicher Zeichnungen"). 1912 kehrte er dann nach Wien zurück. 

Albert Paris Gütersloh (1887-1973)

Der Maler, Schauspieler und Schriftsteller Albert Paris Gütersloh wurde in Baden bei Wien geboren... >>>Von seinen vorerst expressionistischen Werken wandte sich Gütersloh später katholisch geprägten, sinnesbejahenden Romanen zu. Zu den bekanntesten zählen "Die tanzende Törin", "Sonne und Mond" und "Die Fabel von der Freundschaft".

Arnulf Rainer (*1929)

Arnulf Rainer wurde in Baden geboren. Er lebte in der Villa seiner Eltern in Gainfarn bei Bad Vöslau... >>>Dort begann er die Werkgruppe der Reduktionen, die als Vorstufe seiner weltberühmten Übermalungen gilt. Im September 1959 gründete er mit Ernst Fuchs und Friedensreich Hundertwasser das "Pintorarium" als "Creatorium zur Einäscherung der Akademie". Ab 1963 arbeitete Rainer in verschiedenen Studios in Berlin (West), München und Köln. 1966 erhielt er den österreichischen Staatspreis für Graphik. Im November 1978 erhielt er den Großen Österreichischen Staatspreis "in Würdigung seines Schaffens auf dem Gebiete der bildenden Kunst". 1981 erhielt er eine Professur an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und wurde Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Seit 1978 ist er Mitglied des Österreichischen Kunstsenates. 1995 ließ er sich auf eigenen Wunsch emeritieren, nachdem Unbekannte in seinem Atelier in der Akademie mehrere seiner Bilder zerstörten. 2003 erhielt Rainer, nach Georg Baselitz und Sigmar Polke, den Rhenus-Kunstpreis für sein Gesamtwerk. Im September 2009 wurde in Baden bei Wien das Arnulf Rainer Museum eröffnet.

August Walla (1936-2001)

August Walla, der Gugginger Universalkünstler ist an vielen Plätzen im museum gugging gegenwärtig...>>> August Walla war ein Original, stadtbekannt, noch lange bevor ihn jemand als Künstler ernst nahm. Er und seine Mutter "verunsicherten" Klosterneuburg, indem sie sich den bürgerlichen Normen widersetzten. Erst als die 88-Jährige sich nicht mehr zurechtfand, kamen Mutter und Sohn ins Haus der Künstler. August Walla war wohl der universellste Künstler der Art Brut-Szene, zu vergleichen mit dem Schweizer Adolf Wölfli. Wie dieser schrieb er tausende Seiten, für sich selbst und an andere. Da ihm Papier zu klein wurde, gestaltete er Straßen, Bäume und Häuser. Seine von ihm entwickelte polytheistische Religionsphilosophie füllte seine Hefte und die Wände seines Zimmers. Die gesamte Umgebung des Hauses der Künstler wurde von ihm bemalt und vereinnahmt. Er hatte bereits seinen Stempel der irdischen Welt aufgedrückt, als er viel zu früh in sein "Weltallendeland" einzog.